Frischen Sie Ihr Wissen auf: Fünf Mythen über Staub entlarvt

Kennen Sie das: Husten, Niesen, juckender Rachen und tränende Augen, sobald Sie in geschlossene Räume kommen? Wenn ja, sind Sie vielleicht wie Millionen andere Menschen auch von einer Hausstaubmilbenallergie betroffen. Wer nach Linderung sucht, erhält leider oft viele Fehlinformationen. So reicht ein Abwischen der Regale nicht, um Hausstaubmilben zu beseitigen, und Staub besteht längst nicht nur aus Schmutz. Wir möchten mit einigen Mythen über Staub aufräumen, um Sie auf den Weg zu einer saubereren, allergenärmeren Zukunft zu bringen.

Mythos No. 1: Staubsaugen beseitigt Hausstaubmilben

Staubsaugen gehört bei den meisten Menschen zur Routine, um ihr Zuhause sauber zu halten. Dabei entfernen sie aber meist nur eine kleine Menge an Hausstaubmilben. Eine Studie des Woolcock Institute of Medical Research ergab, dass herkömmliche Staubsauger auf staubigen Teppichen die Allergene der Hausstaubmilbenallergie nicht aufsaugen, sondern diese nur neu verteilen. 

Um Hausstaubmilben wirklich zu eliminieren, sollten Sie auf einen Staubsauger mit HEPA-Filter zurückgreifen. Diese Luftfilter entfernen bis zu 99,97 Prozent der Partikel beim Saugen und schließen sie im Staubsauger ein. Achten Sie darauf, ein Gerät zu wählen, bei dem  die gesamte Luft, die er einsaugt, durch den HEPA-Filter strömt. Sonst können Allergene durch undichte Stellen  im Staubsauger wieder austreten.

Andere Staubsauger lassen Ihre Böden auch sauber aussehen, doch nur Staubsauger mit HEPA-Filter entfernen die mikroskopisch kleinen Hausstaubmilben wirksam. Gänzlich milbenfrei ist Ihr Zuhause aber auch damit noch nicht: Hausstaubmilben gibt es auch in Bettwäsche, Matratzen, Vorhängen und Polstermöbeln. Unterwegs sind sie vor den Plagegeistern ebenso wenig gefeit: In Autos und öffentlichen Verkehrsmittel sind Milben ebenfalls zu finden.

Mythos Nr. 2: Sie sind allergisch gegen Hausstaub

Auch wenn es landläufig „Hausstauballergie“ heißt: Sie sind nicht gegen Hausstaub, sondern gegen Hausstaubmilben und deren Exkremente allergisch. Eine einzelne Hausstaubmilbe produziert das 200-fache ihres Körpergewichts an Exkrementen – diese und zerfallene Milbenkörper führen weltweit bei Millionen von Menschen zu den bekannten Allergie-Symptomen wie einer laufenden Nase, einem juckenden Rachen, tränenden Augen und manchmal sogar Asthma.

Wenn Sie denken, dass Sie unter einer Allergie leiden, wenden Sie sich an Ihren Arzt.  Er kann einen Hautpricktest oder einen Bluttest durchführen, um eine Allergie auszuschließen oder zu bestätigen und eine Behandlung zu empfehlen.

Mythos Nr. 3: Wenn die Bettwäsche sauber ist, gibt es dort keine Hausstaubmilben

"Sauber" ist ein ziemlich weit gefasster Begriff. Das Waschen der Bettwäsche bei lauwarmer Temperatur ist nicht ausreichend. Damit Ihre Bettwäsche möglichst milbenfrei ist, waschen Sie sie einmal wöchentlich mindestens eine Stunde bei 60 °C oder mehr und beziehen Sie Matratzen, Bettdecke und Kissen mit milbenundurchlässigen Bezügen (Encasings).  Achten Sie beim Kauf der Bezüge auf ausgewiesene Zertifikate. Eine Zertifizierung bedeutet, dass die Produkte strenge Testverfahren durchlaufen und stellt sicher, dass sie tatsächlich milbenundurchlässig sind.

Mythos Nr. 4: Hausstaubmilben fressen Staub

Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Hautpartikeln, aber auch von  Tierhaaren und Schimmelpilzen. Sie lieben das Bett, weil wir Menschen während der Nacht Wärme und Feuchtigkeit verbreiten – und Hautschuppen verlieren. Die Hautpartikel zerfallen in Einzelteile und saugen sich mit Feuchtigkeit voll. Diese – vermischt mit Bakterien, Schimmelpilzen und Fetten – sind ein Festessen für Milben. Was uns ekelhaft erscheint, ist eine köstliche Mahlzeit für eine hungrige Hausstaubmilbe.

Die ungeliebten Mitbewohner trinken auch kein Wasser. Sie absorbieren stattdessen durch ihre vorderen Beindrüsen Flüssigkeiten aus der Umgebung, weshalb sie ein eher feuchtes Klima lieben. Wir empfehlen einen Luftentfeuchter für Ihr Schlafzimmer, um den Tierchen die Lebensgrundlage zu entziehen und die Zahl an Staubmilben möglichst gering zu halten.

Mythos Nr. 5: Hausstaubmilben können beißen

Während Hausstaubmilben dazu neigen, sich an Kleidung und Bettzeug zu hängen, leben sie nicht direkt auf Menschen und beißen diese auch nicht. Wenn Sie nach dem Schlaf Bisse oder Stiche aufweisen, sind hierfür wahrscheinlich Bettwanzen oder Flöhe verantwortlich.

Doch auch ohne zu beißen, können Milben Menschen mit Allergien großes Unbehagen bereiten. Eine laufende Nase, ein juckender Rachen, Niesen und tränende Augen sind oft das Ergebnis einer Nacht, in der man das Bett mit Hausstaubmilben geteilt hat.

Glauben Sie, dass Sie an einer Hausstaubmilbenallergie leiden?

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen und ergreifen Sie die genannten Vorsichtsmaßnahmen, um die Belastung durch Hausstaubmilben möglichst gering zu halten.

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