Fünf Tipps zur Linderung einer Milbenallergie

Hinter einer Hausstauballergie, aus der sich auch Asthma entwickeln kann, steckt eine Reaktion auf mikroskopisch kleine Tierchen: Milben. Den Hausstaub in Ihren vier Wänden, in dem sich die allergieauslösenden Hinterlassenschaften der Tierchen befinden, werden Sie jedoch nicht allein durch Staubsaugen und -wischen los. Um die Allergenbelastung deutlich zu reduzieren, empfehlen sich weitere Maßnahmen: Konzentrieren Sie sich zunächst auf Ihr Schlafzimmer. Dort verbringen Sie die meiste Zeit und verlieren beim Schlafen im Bett Hautschuppen, von denen sich Hausstaubmilben ernähren. Anschließend sollten Sie andere Räume, in denen Sie sich ebenfalls oft aufhalten, unter die Lupe nehmen.

Hier sind fünf Tipps, wie Sie die Belastung mit Hausstaubmilben reduzieren können:

Tipp: Wäsche bei hohen Temperaturen waschen

Generell ist der beste Weg, Hausstaubmilben abzuwehren, das Haus so sauber wie möglich zu halten, Unordnung zu beseitigen und Wohntextilien, wie Bettwäsche, Laken und Kissenbezüge, häufig zu wechseln.

Beim Wäschewaschen sollte die Wassertemperatur mindestens 60°C betragen, um die Milben abzutöten und die schädlichen Allergene wirksam zu entfernen.

Wenn Sie Wäsche nicht bei starker Hitze waschen können, nutzen Sie für 15 Minuten den Wäschetrockner. Nicht waschbare Artikel können Sie für 24 Stunden in den Gefrierschrank legen. Die Tiefkühlung tötet die Milben ab, durch das Waschen entfernen Sie die Allergene. Diese Maßnahmen sollten Sie regelmäßig wiederholen.                                                                  

Tipp: Überziehen Sie Matratzen und Kissen mit allergenfesten Bezügen

Um Allergiesymptome zu lindern, können Sie Matratzen, Kissen und Bettdecken mit milbenundurchlässigen Bezügen abdecken. Diese sogenannten Encasings sind aus dichtem Gewebe: Es verhindert, dass Milben bzw. deren allergieauslösende Zerfallsprodukte aus Ihrer Matratze oder Ihren Kissen entweichen. Diese Artikel sind hier auf klarify.me oder im Fachhandel erhältlich. Achten Sie darauf, was Sie kaufen: Manche Produkte geben nur vor, „hypoallergen“ zu sein, unterscheiden sich jedoch nicht von herkömmlichen Artikeln. Ausgewiesene Zertifikate können Sie bei Ihrer Auswahl unterstützen. Zertifizierte Produkte durchlaufen strenge Testverfahren, um sicherzustellen, dass sie Allergikern wirklich helfen.

Tipp: Entfernen Sie Lebensräume für Staubmilben

Staub kann sich überall absetzen, sammelt sich aber insbesondere auf Böden, Vorhängen, Decken, Kuscheltieren und Teppichen an.

Kaufen Sie Stofftiere, die man waschen kann, und halten Sie Ihr Haus – so gut es geht – frei von staubbindenden Objekten wie offenen Regalen, Decken, schweren Vorhängen und Teppichen.

Häufige Aufenthaltsorte von Hausstaubmilben sind:

  • Bettwäsche
  • Teppichböden
  • Plüschtiere
  • Heizkörper
  • Vorhänge
  • Kissen
  • nicht waschbare Stoffe

Tipp: Teppiche und Böden mit HEPA-Staubsaugern reinigen

Um Hausstauballergie-Symptome zu lindern, ist es entscheidend,  Ihr Haus so sauber wie möglich zu halten: So verringern Sie den Hausstaubmilbenbefall  - und mit ihm Ihre Allergiebeschwerden. Mit schnellem Staubsaugen und Staubwischen ist es jedoch leider nicht getan. Studien zeigen, dass bis zu 95 Prozent der Milben tief in den Geweben von Möbeln, Matratzen, Kissen und Teppichen sitzen – und das auch noch nach dem Staubsaugen.

Teppiche sollten Sie daher besonders sorgfältig absaugen, um Milben zu entfernen. Verwenden Sie Staubsauger mit HEPA-Filtern, um den Plagegeistern effizient zu Leibe zu rücken, und bevorzugen Sie grundsätzlich kurzflorige Teppiche. Glatte Böden, die sich gut wischen lassen, sind ebenfalls eine gute Alternative.

Um Hausstaubmilben aus Ihrem Schlaf- und Wohnbereich fernzuhalten, sollten Sie sich nicht  im Wohn- oder Schlafzimmer, sondern z.B. im Badezimmer umziehen.

Tipp: Reduzieren Sie die Luftfeuchtigkeit

Ein Luftentfeuchter oder eine Klimaanlage reduzieren die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause. Halten Sie die relative Luftfeuchtigkeit möglichst unter 50 Prozent, dann fühlen sich Hausstaubmilben nicht wohl. Mit einem Hygrometer ermitteln Sie, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung ist.

Sind Sie der Meinung, dass Sie an einer Hausstaubmilbenallergie leiden?

Ihr Arzt kann dies mit einem Blut- oder Haut-Pricktest bestätigen. Wenn nach Befolgung unserer Tipps immer noch Probleme auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihre Allergiesymptome lindern können.
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